Doppelte Buchhaltung · ÖEK
Doppelte Buchhaltung mit dem österreichischen Einheitskontenrahmen
TL;DR
Die Doppelte Buchhaltung (Doppik) ist Pflicht für GmbHs und für Einzelunternehmer über € 700.000 Jahresumsatz (§ 124 BAO). Finonur Business (€ 29,90/Monat) liefert den vollständigen österreichischen Einheitskontenrahmen (Klasse 0–9) mit Bilanz, GuV, Saldenliste und BMD-Export für Ihren Steuerberater.
Was ist Doppelte Buchhaltung?
Die Doppelte Buchhaltung (auch: Doppik, kaufmännische Buchführung) ist die vollständige Form der Buchführung. Jeder Geschäftsvorfall wird in einem Buchungssatz auf zwei Konten gebucht — einmal im Soll, einmal im Haben. Beispiel: Eine Kundenrechnung über € 1.200 brutto:
- Soll: 2000 (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) € 1.200
- Haben: 8000 (Umsatzerlöse) € 1.000
- Haben: 3500 (USt 20 %) € 200
Daraus ergeben sich am Jahresende automatisch: Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) und Saldenliste. Im Gegensatz zur Einnahmen-Ausgaben-Rechnung gilt das Sollprinzip (Erträge entstehen bei Rechnungslegung, nicht bei Zahlung).
Wer muss bilanzieren?
- Kapitalgesellschaften (GmbH, AG, FlexKapG): immer, unabhängig vom Umsatz.
- Einzelunternehmer und Personengesellschaften (OG, KG): ab € 700.000 Jahresumsatz in zwei aufeinanderfolgenden Jahren (§ 124 BAO).
- Eingetragene Unternehmer nach UGB: immer.
- Land- und Forstwirte: ab € 700.000 Umsatz oder € 150.000 Einheitswert.
- Freiberufler (Ärzte, Anwälte): freiwillig möglich, aber nicht Pflicht.
Österreichischer Einheitskontenrahmen
Der Einheitskontenrahmen (ÖEK) ist die standardisierte Kontenstruktur für österreichische Unternehmen, gegliedert in 10 Klassen:
- Klasse 0: Anlagevermögen (Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Fuhrpark, immaterielle Vermögensgegenstände)
- Klasse 1: Vorräte (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Waren)
- Klasse 2: Forderungen, Liquidität (Bank, Kassa, Kunden, Vorsteuer)
- Klasse 3: Verbindlichkeiten (Lieferanten, USt, Lohnsteuer, SV)
- Klasse 4: Betriebliche Aufwendungen (Material, Energie, Beratung, Werbung)
- Klasse 5: Personalaufwand (Löhne, Gehälter, SV-Beiträge, Lohnnebenkosten)
- Klasse 6: Abschreibungen, sonstige Aufwendungen
- Klasse 7: Sonstige Aufwendungen, Zinsen, außerordentliche Aufwendungen
- Klasse 8: Erträge (Umsatzerlöse, sonstige betriebliche Erträge, Zinserträge)
- Klasse 9: Eigenkapital, Rücklagen, Privatkonten
Finonur enthält den kompletten österreichischen Standard-Kontenplan vorkonfiguriert — Sie können einzelne Konten ergänzen oder anpassen, ohne die Struktur zu verlieren.
Doppik mit Finonur
Finonur Business (€ 29,90/Monat) enthält:
- Vollständiger österreichischer Einheitskontenrahmen (Klasse 0–9)
- Buchungsjournal mit Storno- und Korrekturbuchungen
- Bilanz nach UGB-Gliederung
- Gewinn- und Verlustrechnung (Gesamtkostenverfahren)
- Saldenliste mit Periodenvergleich
- Kontoblatt für jedes Konto
- OP-Liste (Offene Posten) für Debitoren und Kreditoren
- USt-Voranmeldung mit FinanzOnline-Export
- BMD-, DATEV- und RZL-kompatible Exporte für den Steuerberater
- Steuerberater-Zugang (Read-Only) inklusive
Für KMUs mit Mitarbeitern bietet Finonur Enterprise zusätzlich die integrierte Lohnverrechnung.
Häufige Fragen
Was ist Doppelte Buchhaltung?+
Die Doppelte Buchhaltung (Doppik) ist die vollständige Form der Buchführung. Jeder Geschäftsvorfall wird auf zwei Konten gebucht — einmal im Soll und einmal im Haben (Buchungssatz). Daraus ergeben sich Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) und Saldenliste. Sie folgt dem Sollprinzip: Erträge entstehen bei Rechnungslegung, nicht bei Zahlung.
Wer muss in Österreich doppelte Buchhaltung führen?+
Pflicht zur Doppelten Buchhaltung haben: alle Kapitalgesellschaften (GmbH, AG, FlexKapG) unabhängig vom Umsatz, Einzelunternehmer und Personengesellschaften ab € 700.000 Jahresumsatz (§ 124 BAO) in zwei aufeinanderfolgenden Jahren, sowie eingetragene Unternehmer im Sinne des UGB.
Was ist der österreichische Einheitskontenrahmen?+
Der Einheitskontenrahmen (ÖEK) ist die standardisierte Kontenstruktur für die Doppelte Buchhaltung in Österreich. Er gliedert Konten in 10 Klassen: Klasse 0 (Anlagevermögen), 1 (Vorräte), 2 (Forderungen, Liquidität), 3 (Verbindlichkeiten), 4 (Aufwendungen), 5 (Personalaufwand), 6 (Sonstige Aufwendungen), 7 (Sonstige Aufwendungen), 8 (Erträge), 9 (Eigenkapital).
Kann ich von EÜR auf Doppik wechseln?+
Ja. Bei Überschreiten der Umsatzgrenze von € 700.000 in zwei aufeinanderfolgenden Jahren wird die Doppik ab dem übernächsten Jahr Pflicht. Der Wechsel erfordert eine Eröffnungsbilanz. Finonur unterstützt beide Methoden und ermöglicht den Wechsel auf Knopfdruck — alle EÜR-Daten bleiben archiviert.
Welche Auswertungen bietet Finonur?+
Finonur Business und Enterprise enthalten alle Standard-Auswertungen: Bilanz nach UGB, Gewinn- und Verlustrechnung (GuV), Saldenliste, Kontoblatt, Hauptbuch, OP-Liste (Offene Posten), USt-Voranmeldung, BMD/DATEV/RZL-Export für den Steuerberater.